Achim Lupfer – In liebevoller Erinnerung

 

 Achim Rubab Studio 2014Seit früher Jugend Gitarrist, setzte ich mich zunächst intensiv mit allen Formen des Jazz auseinander. 

Auf ausgedehnten Reisen seit den achtziger Jahren in in viele Länder des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas entdeckte ich die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der dortigen Musiktraditionen, sowohl im klassischen Bereich wie in der Volksmusik.

Studienaufenthalte in Kairo (Musikhochschule), Fes (Akademie für andalusische Musik), Tanger und Khartoum (Privatlehrer erlaubten mir, mich in die Musik einzuarbeiten, Aufnahmen zu machen und vor allem viel zu lernen). Ich lernte die andalusischeMusik, wie sie in Marokko praktiziert wird kennen, ebenso die klassische Musik des Maschreq (v.a. Ägyptens) sowie die afrikanisch inspirierte Tradition des Sudan.

Dies mit Hilfe meines neuen Hauptinstruments, der arabischen Laute (Oud), die in allen Ländern auf sehr verschiedene Weise gespielt wird.

Fasziniert von den Möglichkeiten, die bundlose Oud in unterschiedlichstem Kontext einzusetzen, lernte ich deren Spiel.

Die vielen Einflüsse, denen ich mich aussetzte, die unterschiedlichen (nahöstlichen) Musiker, mit denen ich arbeitete und von denen ich lernte, halfen mir, meinen eigenen Stil zu entwickeln. Immer aber mit Bezug zur jeweiligen Tradition der Länder.

Seit Langem setze ich die Oud im Jazzkontext ein, in Form von Bearbeitungen von orientalischen  Standards und Eigenkompositionen, Zusammenarbeit mit Münchner Jazzmusikern folgten.

Im Jahr 2000 traf ich im pakistanisch/afghanischen Grenzgebiet auf begeisterte paschtunische Musiker, von denen ich das Spielen der afghanischen Laute „Rubab“ lernen konnte, alles stark basierend auf der indischen Musiktradition. Dies allerdings interpretiert auf afghanische Weise, meist in temperiertem Tonsystem, immer faszinierend und sehr packend ! Die Musik wurde praktiziert trotz der damaligen kunstfeindlichen Taliban-Herrschaft in Afghanistan, die großen Einfluss im Nachbarland hatte.

Heute setze ich live auch die türkische „Cümbüs“ (eine Art bundloses Banjo) sowie die iranische „Setar“ (aus der Familie der Langhalslauten) ein.

Wie ein afghanischer Musiker es ausdrückte : „One World, one God, one Music !“

Achim Lupfer Jazz/Weltmusik

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